Adventskalender - Türchen Nr. 13

Adventskalender - Türchen Nr. 13

Heute ist bereits der dritte Advent. Die Weihnachtszeit rennt gefühlt nur so davon. Hinter unserem dreizehnten Türchen steckt ein ganz besonderer Weihnachtsbaum. Ein Weihnachtsbaum der nicht gefällt wird. Ein Baum, der jedes Jahr ein Stückchen größer wird und es immer schwieriger wird die Spitze des Tannenbaumes zu erreichen. 

Ich bin mir gar nicht mehr sicher, seit wann wir diesen Baum schmücken. Es ist, glaube ich mittlerweile das fünfte Jahr. Auf einem abendlichen Winterspaziergang im märchenhaften Moos in meiner Heimat begegnete mir damals das Christkind.

Auf den Ästen der Bäume im Wald lastete der aufgetürmte Schnee, sodass sie schwer zu tragen hatten und fast schon traurig hereinblickten. Ein Märchenwald, vergraben unter einer dicken Schneedecke. Die Bäume sahen so aus, als ob sie mit Zuckerguss überzogen waren. Ab und an hörte man eine Art Donnergrollen durch das Moos raunen. Dann befreiten sich die Bäume von der schweren Last des Schnees, schüttelten kräftig ihre Äste und der Schnee fiel zu Boden. 

In klirrender Kälte stand das Christkind auf einer Lichtung vor einem wunderschönen Tannenbaum und bat mich mit leiser Stimme ihm zu helfen. Der Baum sollte in einem kräftigen Rot- und in einem glänzenden Goldton geschmückt werden und für alle Menschen auf der Welt sein. 

Ein großer und prächtiger Baum für alle Familien und Kinder die zu Hause keinen eigenen Tannenbaum haben. Ein Weihnachtsbaum der seine Füße tief in der Erde vergraben hat und welcher sich auch im Sommer über einen Besuch freut. Ein Baum, der dir zuhört und vor dem du deine Wünsche für das neue Jahr äußern kannst. Ein Baum der Mut macht, wenn einem der Mut verlassen hat. Ein Baum der einen aufmuntert, wenn man traurig ist. Ein Baum der einen überrascht, da draußen im Wald. Ein Baum, unter dem auch die Tiere des Waldes Weihnachten feiern können und uns daran erinnert respektvoll miteinander und mit unserer Umwelt umzugehen. 

Mittlerweile schmücke ich den Baum nicht mehr alleine. Meine ganze Familie hilft mir dabei, dass er jedes Jahr prachtvoll mitten im Wald erstrahlt und vielleicht dem ein oder anderen ein Lächeln ins Gesicht zaubert, Trost spendet und uns kurzzeitig aus dem Alltag entreißt und uns daran erinnert wie märchenhaft doch die Weihnachtszeit sein kann. 

 

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